Für Geist & Seele - Evangelische Kirchengemeinde Buchen (Odenwald)

Für Geist & Seele

WhatsApp Image 2025 06 03 at 1938172Kirche verändert sich.

 Jetzt gerade. Immer schon und auch in Zukunft.

 Kirche verändert sich. Weil wir nicht auf der Stelle stehen, sondern gemeinsam unterwegs sind. Aber auch, weil die

 Strukturen der Kirche sich verändern. Mitglieder werden weniger, Hauptamtliche auch. Da fällt es leicht

 "schwarz zu sehen" und zu denken: "Früher war alles besser“.

 Kirche verändert sich und das stellt manchmal unsere eigenen Überzeugungen in Frage, das verunsichert. 

 

Als ich als Pfarrerin in Buchen eingeführt wurde, hab ich mir Worte aus dem zweiten Timotheusbrief ausgesucht, die mir an diesem Tag zugesprochen wurden und mich seitdem begleiten:

"Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit"

Immer wieder – und ganz besonders in Umbruchszeiten - sprechen sie mir mitten hinein ins Herz.  Es ist leicht zu verzagen. Besonders angesichts der vielen Herausforderungen – in der Welt, in unserer Heimat und auch in unserer Gemeinde. 

Aber Gottes Geist ist kein Geist der Furcht. Kein Geist der lähmt und verunsichert. Sondern Gottes Geist ist ein Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.

Und dieser Geist der Kraft – das griech. Wort dafür ist dynamis – bringt Bewegung in unser Leben. In all das, was aus Angst starr geworden. In den Gedanken und im Miteinander. Da werden auf einmal neue Wege und Lösungen entdeckt, wo vorher nur Fragezeichen waren.

Und Gottes Geist der Liebe und des Miteinanders zeigt: Du und ich sind in all dem keine Einzelkämpfer. Wir sind gemeinsam auf dem Weg.

Und dann ist da noch Gottes Geist der Besonnenheit. Wie gut, dass es auch diesen gibt. Denn Kirche gestalten heißt nicht nur Neu machen und Verändern, sondern den Blick offenhalten, damit niemand ausgeschlossen und abgehängt wird. Kirche gestalten heißt auch Bewahren und Festhalten an dem, was gut ist und trägt.

"Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit"

Ja, Kirche verändert sich. Und vieles, was kommt, ist ungewiss. Aber das, was bleibt, ist Gottes Zusage bei uns zu sein.

Jetzt gerade. Immer schon und auch in Zukunft.

Aus seinem Geist leben wir. Durch seinen Geist gestalten wir miteinander Kirche.

"Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit"

Bleiben Sie behütet,

Ihre Pfarrerin Julia Lehner

 

 

Text zur Jahreslosung 2026

 Jahreslosung

 Verlag am Birnbach - Motiv von Stefanie Bahlinger, Mössingen

 "Siehe, ich mache alles neu!“

Liebe Gemeinde,

„Siehe, ich mache alles neu“ – so lautet die Jahreslosung für das neue Jahr. Es sind Worte aus der Offenbarung. Worte, die wie ein Lichtstrahl in unsere oft zerrissene, unübersichtliche Welt fallen. Worte, die nicht über das Alte hinwegtrösten, sondern eine wirkliche, tiefgreifende Erneuerung versprechen. Nicht wir müssen alles neu machen – Gott tut es.

Und es sind Worte, die natürlich auch in den Umbruch hineinsprechen, den Sie gerade in der Kirchengemeinde erleben. Seit Januar hat sich unser Kirchenbezirk deutlich vergrößert und heißt nun Odenwald-Tauber, der Kirchengemeinderat wurde neu gewählt, manche haben aufgehört, andere neu angefangen und immer wieder spüren wir: Vieles ist in der Kirche im Umbruch. 

Wenn Sie sich die Grafik zur Jahreslosung von Stefanie Bahlinger ansehen, fällt Ihr Blick als erstes vermutlich auf den Regenbogen, der sich über das Bild spannt. Ein Regenbogen, der sich vom Anbeginn der Schöpfung bis zu der von Gott verheißenen Neuschöpfung spannt. Er spannt sich über die schwierigen, die dunklen Seiten auf der linken Seite bis hin zu dem hoffnungsvollen Licht auf der rechten Seite. Der Regenbogen erinnert uns daran: Gottes Versprechen: „Ich bin da“, sein Bund mit uns, wird von seiner Seite nicht gebrochen. Nicht in schwierigen Situationen, nicht im Streit, Unrecht oder Zerstörung und auch nicht in Zeiten des Umbruchs, wenn sich vieles verändert, wie aktuell in der Kirchengemeinde.

Denn, wenn man genau hinsieht, dann erkennt man: Das, was die beiden Seiten des Bildes, das Helle, Leuchtende und das Dunkle, Schwere, voneinander trennt, ist nicht irgendein Strich. Es ist ein goldenes Kreuz. Denn Jesus selbst wurde Mensch auf dieser Welt und hat damit für uns alle den Neuanfang immer wieder möglich gemacht. So erinnert der leuchtende Stern am Ende des Querbalkens: All das, was uns in dieser Welt verunsichert – Umbrüche und Neuanfänge, Krieg und Terror, Krankheit und Tod – hat nicht das letzte Wort.

Denn Gott verspricht: „Siehe, ich mache alle neu.“ Schon im Hier und Jetzt.

Ich wünsche Ihnen Gottes Segen für dasJahr 2026,

Herzliche Grüße

Pfarrerin Julia Lehner

 

 

 

 

 

Afnnag und Edne an riiegthcr Slltee

Afugrnud enier Sduite an enier Elingshcen Unvirestiät ist es eagl, in wlehcer Rienhnelfoge die Bcuhtsbaen in eniem Wrot sethen, das enizg wcihitge dbaei ist, dsas der estre und lzete Bcuhtsbae am rcihgiten Paltz snid. Der Rset knan ttolaer Bölsdinn sien - man knan es torztedm onhe Porbelme lseen.

Was soll dieser Text denn? Vielleicht haben Sie das im ersten Moment gedacht. Aber wenn Sie genau hinschauen, dann bin ich sicher, dass Sie den Text lesen konnten, oder? Das liegt daran, dass wir nicht Buchstabe für Buchstabe lesen, sondern die Wörter als Ganzes erkennen. Unser Gehirn benötigt dafür den ersten und letzten Buchstaben an richtiger Stelle und den Teil dazwischen sortiert es automatisch. Faszinierend, oder?

Dieses Phänomen lässt sich auch auf unser Leben übertragen. Besonders dann, wenn das Leben auf uns chaotisch wirkt. Ein voller Terminplan, Alltagsstress oder ein herausfordernder Job, eine neue Liebe oder eine Trennung, Krankheit, die Geburt eines Kindes und vieles mehr fordern uns immer wieder heraus. Manchmal hat man das Gefühl, dass man gar nicht weiß in welcher Reihenfolge man die Dinge zuerst anpacken soll. Die Ereignisse überschlagen sich und wir sind mittendrin gefangen.  

Doch egal, wie chaotisch die Fülle unserer Aufgaben wirken, egal wie stressig unser Leben gerade ist – in all dem gibt es doch immer einen Anfang und ein Ende. In jeder Herausforderung. In jeder Aufgabe. In jedem Leben.

Und diese beiden – Anfang und Ende - halten all das, was dazwischen liegt, zusammen. Auch wenn es noch so ungeordnet wirkt.

Jesus hat einmal gesagt: „Ich bin das A und O, der Anfang und das Ende, der Erste und der Letzte“ (Offb 22,13)

Das macht mir – gerade im Chaos des Alltags – Mut. Denn Jesus steht – das hat er uns versprochen - vorne und hinten, am Anfang und am Ende. Und auch, wenn alles dazwischen manchmal wie ein völliges Chaos wirkt, so gilt sein Versprechen auch uns: Ich bin dein A und O, dein Anfang und dein Ende. Und ich halte auch dein Dazwischen in meinen Händen, damit alles einen Sinn ergibt. Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Wochenende mit vielen Sinn-erfüllten Momenten.

Ihre Pfarrerin

Julia Lehner

 

 

 

Wochenspruch

"Der Menschensohn muss erhöht werden, damit alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben." (Johannes 3, 14+15)

 

 

 

Evangelische Kirchengemeinde Buchen

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